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Sonntag, 20. August 2017


Marie: Donnerstag - 19. Juli - ca. 19:45 Uhr

Es ist ein ruhiger entspannter Tag heute- wie Tim gestern gesagt hat. Gut, dass wir uns heute erholen konnten, viel Schlaf haben wir nicht gehabt letzte Nacht.

Der Platz direkt am Fjord unter Birken und mit altem Holzsteg, er war traumhaft, jedoch sehr laut. Um ca. 2:00 Uhr morgens meinten alle Vögel des Ortes (hauptsächlich wohl Möwen, Krähen und Schwalben) sie müssten sich um unser Zelt versammeln und ein Konzert veranstalten, das in Lautstärke und Schrille der Akustik eines Affenhauses gleichkommt.
Wenige Stunden später waren dann die Schafe dran, sie blökten in den seltsamsten Tonarten um die Wette. Tim findet, Schafe würden immer so klingen, als hätten sie ein schwerwiegendes Problem. Seevögel dagegen seien eher hysterisch.
Nach dieser nervenkostenden Nacht ließen wir uns viel Zeit mit Aufwachen und Frühstücken. Es gab wieder mal dicke leckere Marmeladenbrote- daran kann man sich wirklich überfressen- wenn man genügend Brot hat.

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Als wir uns von unseren netten Gastgebern verabschiedeten, waren diese völlig erstaunt; hatten sie doch damit gerechnet, dass wir das ganze Wochenende bleiben und ihre Dusche mitbenutzen wollten!
An der Bushaltestelle in Tørvikbygd warteten wir noch 2 Stunden in der Sonne auf unseren Bus. Da das Bahnliniennetz sehr dünn ist, fahren dicke Reisebusse weite Strecken durch Norwegen, alle von der Firma HSD. Das ausgeklügelte System machte es, dass wir in Norheimsund unseren Anschlussbus nach Bergen schon wartend vorfanden.
Netterweise hatte man uns diesmal Studentenpreise berechnet, weshalb wir auf einmal ungeahnt reich sind...
89 km fuhren wir nach Bergen, durch Norwegen wie im Bilderbuch. Berge, Felsen, Wasser, Inseln, Holzhäuschen.
Im Busradio konnte ich einen Gottesdienst auf norwegisch, englisch und französisch mitverfolgen. Tim schlief zum Glück, er hätte sich sonst sicher aufgeregt.

Bergen, die Atlantik- Hafenstadt lag vor uns, und als Erstes besuchten wir den Burger King der riesigen "Busstasjon Galerie". Gestärkt machten wir uns auf zur Stadtbesichtigung- widerwillig allerdings: alles war laut und voller Leute und wir wollten zurück in die Wildnis. Jetzt schon! Wie soll das erst im Hamburger Bahnhof werden?!?
Auf ging's zum Hafen, durch die Parks und an Capueirakämpfern (Capueira= brasilianischer Schau-Kampf-Tanz) vorbei.
Wir stellten fest: Bergen ist schöner als Odda, nicht so verschmutzt, mehr Lifestyle.
Der Fischmarkt (laut Marc O' Polo das Ereignis überhaupt) war schon geschlossen, da müssen wir morgen hin.
Dafür bewunderten wir Bryggen- ein sehr mittelalterliches Stadtviertel und "Husfliden", den Laden mit den wunderschönen, aber viel zu teueren Norwegerpullis.
Wir kauften norwegische Flaggen, zum Aufnähen auf die JuJas und ganz viel zu essen. Schlafen werden wir wohl im Bahnhof, falls sich nicht noch was anderes findet. Im Moment sitzen wir auf einer Wiese der "Bergenshus Festung" in der Abendsonne.
Tim ist schlecht, kein Wunder nach einem fetten Paket Mövenpick Walnusseis und es fängt gerade an zu regnen. Aber ansonsten geht es uns gut und wir genießen unseren letzten Urlaubstag vor der Rückreise.

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