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Mittwoch, 28. Juni 2017


Tim: Sonntag - 8. Juli - 19:50 Uhr



Die zweite Tagestour

 

...aber so sicher sind wir uns da leider nicht.

Sehr überraschend kam doch im Zug die Ansage: "Next stop at Finse!" Eigentlich passte die Uhrzeit gar nicht zum Fahrplan, auf meine Frage hin, ob wir denn nicht vielleicht etwas früh seien antwortete der Schaffner erstaunt und grimmig: "No we're late!" Naja, jedenfalls hat uns die Frage ob man hier oben die Uhr umstellen muss, während des Tages mehrfach beschäftigt.

Wetten werden weiterhin angenommen. (Nachtrag: Sowas passiert, wenn man den Fahrplan falsch liest!)

In Finse, dem uns von Dirk empfohlenen Ausgangspunkt angekommen, orientierten wir uns kurz, und brachen auf nach Odda. Odda ist ein kleines Nest an einem der nahe gelegensten Fjorde, und soll unser Ziel für die nächsten 4 Tage sein. Das sind dann so um die 90-100 km, mit einem Höhenunterschied von max. 500 Meter. Recht bekömmlich, wie ich meine.
Wir liegen jetzt im Zelt, das sich im Wind leider nicht nur wiegt, sondern geradezu von ihm erdrückt wird. Wir haben es an einem kleinen Bergsee aufgeschlagen, der voll ist von Eisschollen.
Der See hier, wie die vielen kleinen Seechen und Tümpel, wird von den vom Gletscher kommenden Bergbächen gespeist. Auf dem Weg hierher mussten wir vorbei an riesigen flechtenübersäten Findlingen, durch Torf, Moor und Bergbäche. Eine der 3 Brücken die wir nutzten war eine Hängende, abenteuerlichster Art- ohne Geländer und die Bretter waren so verwittert, wie die Stahlseile rostig waren.
Ca. 11 km und 100 Höhenmeter brauchte es, bis wir einen See wie diesen finden durften. Ich betrachte ihn als unser Willkommens-Geschenk. Leider mussten wir, mangels Häringen, das Zelt mit Steinen innen und aussen beschweren. Das half uns am ersten Zeltplatz aber auch nix, so dass wir um kurz vor 18:00 Uhr umgezogen sind, an eine von Marie ausgesuchte, weniger windige Stelle, weiter oberhalb des Sees. Unsere Schlafsäcke passen zusammen. Sehr erfreulich. Marie hat mich vorhin "Ich bin der König der Welt," schreiend fotografiert. Nein, ich habe geschrien, nicht sie!







Meine Knie ziehen vom vielen Zug fahren und den steinigen Metern hierher. Marie schläft wohl gleich ein, und alles was mir für - oder über - heute zu sagen bleibt ist: " S'isch guat g'sie!"

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